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Das  in (m)einer 1:3,5 DG600...

 

... und in der 1:3,5 ASK23

 

 

 

 

 

!!Neues RaBe-KTW!!

 

In Sachen Konstruktives und Werkstoffwahl hat sich beim RaBe-KTW einiges getan.

 

 

 

Die Neuerungen in aller Kürze:

 

Spindellager aus Lagerbronze

6-fache Kugellagerung der Mechanik

Starker Getriebespindelmotor zur Montage bug- oder heckseitig

Flexible Wellenkupplung Getriebe - Spindel

Höhe eingefahren = 9cm

Propellerklappmechanismus kommt von Dr. Thoma

KTW-Steuerung von Merbold kann von 5 - 10s Lipo betrieben werden,       optional mit Programmer

2 versch. Antriebsvarianten stehen zur Verfügung:

              1. Motor von Torcman, NT350-28Z Triton,1000W oder

              2. Motor von NTM, 4258-500, 1300W (Auslaufmodell)

 

Mit diesen für 6s Lipo ausgelegten Antrieben ist das 14"/15"-Rabe-KTW geeignet für Modelle bis 14kg Fluggewicht!

 

Größenmäßige Untergrenze für den Einbau stellt z.B. die DG600, ASW28 odgl. im Maßstab 1:3,5 dar!

 

 

Weiters wurden die Triebwerksarme modifiziert um einerseits ein Einhaken der Rumpfklappen beim Einfahren zu verhindern und um andererseits das Aufschieben der Klappen zu erleichtern.

 

 

Eckdaten des RaBe – KTW:
 
Einbaumaße:

     Spindelmotor bugseitig montiert: LxBxH: 25(32*) x 7 x 9 cm

      Spindelmotor heckseitig montiert: LxBxH: 27(34*) x 7 x 9 cm

Schwerpunktverschiebung: < 1,5 cm

Rumpföffnung LxB: 26 x 8 cm  (bei 14")

Ausfahrgeschwindigkeit: < 4 sec.

KEINE Servos für Rumpfklappen nötig

KEIN Servo für Motordrehung nötig

Nur ein energiesparender Getriebemotor für den gesamten        Aus-/Einfahrvorgang mit Motordrehung und Rumpfklappenöffnung              

Volle Kunstflugtauglichkeit

Leichter Ein-/ Ausbau des KTW durch lösen von nur 2 Schrauben

Gewicht flugfertig**: 1300g mit NTM, 1380g mit Torcman

 

*inkl. Spindelmotor, **flugfertig meint: Mechanik inkl. Antrieb, Propmechanismus, Prop, Steuerung und Kabel

 

 


 

 

 

"the making of..."

 
Ausgangssituation:
 
 
Am Anfang stand die Idee meine beschädigte DG600 mit 4,2m Spannweite im Zuge der Reparatur mit einem Klapptriebwerk auszustatten. Also wurde recherchiert was der aktuelle Markt an Klapptriebwerken zu bieten hat. Nachdem schnell einige Varianten ausgeschieden waren weil mir die Mechaniken gewisse Nachteile boten, wurden die verbleibenden KTW Versionen auf Finanzierbarkeit geprüft. Schnell war klar: keine Chance unter €1000,- ein neues komplettes KTW zu bekommen.
 
Not macht erfinderisch und so wurde das Projekt „KTW-Eigenbau“ ins Leben gerufen.
 
Folgende Punkte waren mir bei der Konstruktion wichtig:
 
 
  • Schwerpunktverschiebung: Ein ganz wichtiger Punkt für mich. Der Antriebsmotor sollte so wenig wie möglich seine Lage entlang der Flugzeuglängsachse verändern.

 

  • Rumpföffnung: 25-30cm in der Länge und 7-8cm in der Breite war meine Vorgabe in Bezug auf meine 1:3,5 DG. Bei solchen Öffnungen braucht man in aller Regel die Rümpfe von derartigen Modellen nicht zusätzlich verstärken.

 

  • Einfachheit, Zuverlässigkeit: Der gesamte Aus-/Einfahrvorgang (Rumpfklappen auf, Motordrehung,…) sollte mit so wenig Aufwand wie möglich zu erreichen sein. Frei nach dem Motto: Was ich nicht brauche kann auch nicht kaputt werden!

 

  • Stabilität der Mechanik: möglichst volle Kunstflugtauglichkeit.

 

  • Scale? Es soll v.a. den Zweck erfüllen

 

Die Kriterien waren also recht schnell festgelegt. Ich konnte mich gleich dem 1. Punkt, der Schwerpunktverschiebung, widmen.
Um eine nahezu Null-Schwerpunktverschiebung zu erreichen sind konstruktiv 2 verschiedene Varianten möglich.
Entweder der schwere Antriebsmotor ist fix im Rumpf oder der Motor geht mehr oder weniger senkrecht zur Flugzeuglängsachse nach oben. Entschieden habe ich mich für letztere Variante da diese einen direkten Antrieb des Propellers durch den Motor ermöglicht.
Um diese senkrechte Ausfahrbewegung zu gewährleisten ist mir sofort das Hebebühnen-Prinzip in den Sinn gekommen. Schnell war ein erstes Funktionsmodell aus Holz gebaut.
 
Eine solche Scherenmechanik verbindet 2 große Vorteile. Sehr geringer Platzbedarf in eingefahrenem (zusammengelegtem) Zustand und sehr große Höhe bei vollem Ausfahren.
Welcher Werkstoff für die Mechanik? 3mm CFK-Platten.
Durch diese Mechanik fährt der Antriebsmotor nicht nur senkrecht nach oben sondern ist auch sehr schnell in der jeweiligen Endposition.
 
Aus- Einfahrzeit ca. 3-4 Sekunden
 
Die Triebwerksarme sind pro Seite nur 6mm dick (2x3mm). Dadurch is eine sehr gute Aerodynamik gegeben. Die Scherenarme sind in einem Grundgestell aus Alu 4-fach kugelgelagert um die Leichtgängigkeit sowie die maximale Stabilität der Mechanik zu garantieren.

Durch eine spezielle Konstruktion wird der Antriebsmotor ohne zusätzlichen Energieaufwand beim Ausfahrvorgang nach vorne gedreht und fest auf Position gehalten. Der Propeller zeigt in Flugrichtung.

Das Einfahren funktioniert analog in umgekehrter Reihenfolge. Im Einfahrzustand liegt der Motor zwischen den Triebwerksarmen.   Der Propeller zeigt dabei ins Rumpfheck.

In dieser Lage bildet das Triebwerk eine sehr kompakte Einheit und ist voll kunstflugtauglich!

 

Ein Nebeneffekt ist, dass durch die Scherenarme die Rumpfklappen automatisch aufgeschoben werden. Es sind daher keine zusätzlichen Servos odgl. notwendig.

 
 
 
Von nur einem Getriebemotor wird die Scherenmechanik (Ein-/Ausfahrvorgang), die Motordrehung sowie die Öffnung der Rumpfklappen bewerkstelligt
 

 

Als Triebwerkssteuerung steht mir die wunderbare Elektronik von Merbold-Electronic zur Verfügung. Diese Steuerung wurde von DI Dirk Merbold an mein KTW angepasst. Sie verfügt über zahlreiche Funktionen welche mittels Programmiergerät eingestellt werden können.
Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Merbold für das super Service!
 

Mehr zur Steuerung bei

 

 
 
Einbau in den Rumpf:
 
 
Für den „normalen“ Einbau genügt es am vorderen Ende des KTW-Grundgestelles einen halben Spanten einzulaminieren welcher die beiden Laschen am Grundgestell aufnimmt. Im hinteren Bereich wird ein Brettchen mit Einschlagmuttern eingeklebt. Die Mechanik wird dann im Rumpf nach vorne, in die Laschenaussparungen geschoben und hinten durch 2 Schrauben fixiert.
Die volle Kunstflugtauglichkeit des KTW ergibt sich ausschließlich durch einen entsprechend festeren Einbau in den Rumpf.
 
 
 
Das aktuelle Video gibt´s HIER zu sehen!
 
Interessiert? - dann zum Kontakt!
 
 
 
 
An dieser Stelle möchte ich mich vor allem bei meinem Fliegerkollegen und Co-Entwickler Manfred bedanken!
Für sein Know-How in Sachen Materialverarbeitung sowie die Beistellung der für den Bau des KTW-Prototypen erforderlichen „Hardware“.